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SFMA schließt Verfahren der Wendelspiess Partners AG ab und ordnet Branchenverbote an
Die SFMA hat das Verfahren gegen die Wendelspiess Partners AG in Liquidation und zwei Personen wegen schwerwiegender Verstöße gegen Verhaltensregeln im Finanzdienstleistungssektor abgeschlossen.
SFMA hat das Vollstreckungsverfahren gegen die Wendelspiess Partners AG in Liquidation und zwei Personen wegen schwerwiegender Verstöße gegen Verhaltensregeln im Finanzdienstleistungsbereich abgeschlossen. Gegen zwei Verantwortliche wurden langfristige Branchenverbote verhängt.
Nach einem Bericht der zuständigen Aufsichtsorganisation fand die SFMA Anzeichen dafür, dass Kunden seit 2021 in einen von der Wendelspiess Partners AG gegründeten und intern verwalteten ausländischen Fonds vermittelt wurden. Der Fonds hatte erhebliche Liquiditätsprobleme. Es gab auch Hinweise auf Schwächen bei der Offenlegung von Risiken, der Eignungsprüfung und dem Umgang mit Interessenkonflikten.
Anfang 2025 eröffnete die SFMA ein Vollstreckungsverfahren, ernannte einen Ermittlungsbeamten zum Direktor des Unternehmens, sperrte Konten und Depots der Wendelspiess Partners AG und untersagte den ehemaligen Direktoren die Durchführung von Transaktionen.
Schwerwiegende Verstöße gegen Verhaltensregeln
Die Untersuchung ergab, dass der Fonds hauptsächlich in eine Investmentgesellschaft mit Sitz im Kanton Zug und in mit ihr verbundene Unternehmen investierte und diesen Unternehmen auch Kredite gewährte. Die Wendelspiess Partners AG und mehrere Direktoren hielten Anteile am Fonds, was zu Interessenkonflikten führte, über die die Kunden nicht oder nur unzureichend informiert wurden.
Der Fonds war nicht ausreichend diversifiziert und führte zu einer erheblichen Risikokonzentration. Mehr als 400 Kunden, von denen viele über mäßige oder begrenzte Finanzkenntnisse verfügten und sich selbst als risikoavers bezeichneten, wurden nicht ausreichend über die Anlagerisiken informiert.
Auch die Wendelspiess Partners AG hat nicht beurteilt, ob der Fonds für jeden Kunden geeignet ist. Nahezu das gesamte Kundenvermögen wurde ohne Zustimmung des Kunden in den Fonds investiert. Ende 2024 verwaltete der Fonds über 83 Millionen Franken Vermögen und drohte einem Totalverlust.
Langfristige Branchenverbote
Die SFMA hat gegen zwei Verantwortliche langfristige Branchenverbote verhängt. Auch die in Liquidation befindliche und nun insolvente Wendelspiess Partners AG verliert voraussichtlich ihre Lizenz als Portfoliomanager. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden.