Portfoliomanager und Treuhänder
Portfoliomanager und Treuhänder benötigen eine SFMA-Lizenz, bevor sie ihre Tätigkeit gewerblich ausüben können. Sobald sie lizenziert sind, werden sie von einer Aufsichtsorganisation überwacht.
Das Lizenzregime gilt für Firmen und Einzelpersonen, die im Rahmen eines Mandats Vermögenswerte für Kunden verwalten oder in beruflicher Funktion als Treuhänder tätig sind. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Vermögenswerte der Kunden von ordnungsgemäß organisierten, qualifizierten und überwachten Anbietern verwaltet werden.
Lizenzanforderungen
Bewerber müssen nachweisen, dass sie über eine geeignete Rechts- und Organisationsstruktur, ein qualifiziertes Management, angemessene Risikokontrollen, Compliance-Vereinbarungen, angemessene finanzielle Ressourcen und klare Regeln für die Abwicklung von Kundenmandaten verfügen. Sie müssen außerdem nachweisen, dass die für die Leitung und Aufsicht verantwortlichen Personen den Erwartungen hinsichtlich ihrer Eignung und Eignung entsprechen.
Bevor der Antragsteller einen Antrag einreicht, bereitet er in der Regel seine internen Regelungen, Mandatsvorlagen, Risikorichtlinien, Outsourcing-Vereinbarungen und den Nachweis der Zugehörigkeit zu einer Aufsichtsorganisation vor. Die Lizenzdatei sollte das Geschäftsmodell erläutern und darlegen, wie das Unternehmen im täglichen Betrieb die geltenden Gesetze einhält.
Die Überprüfung befasst sich auch damit, wie Kundenportfolios überwacht werden, wie Anlagebeschränkungen eingehalten werden, wie mit Interessenkonflikten umgegangen wird und wie die Dokumentation aufbewahrt wird. Treuhänder sollten beschreiben, wie Treuhandvermögen getrennt, verwaltet und gemeldet werden und wie Entscheidungskompetenzen verteilt werden.
Laufende Überwachung
Nach der Lizenzierung unterliegen Portfoliomanager und Treuhänder nicht der direkten täglichen Aufsicht wie große Aufsichtsinstitute. Sie werden von einer autorisierten Aufsichtsorganisation beaufsichtigt, die die Einhaltung überwacht und relevante Angelegenheiten an die SFMA meldet.
Die Zugehörigkeit zu einer Aufsichtsorganisation muss nach der Lizenzerteilung aufrechterhalten werden. Das Unternehmen sollte der Organisation die benötigten Informationen zur Verfügung stellen, sich Prüfungen unterziehen und Mängel innerhalb der vorgeschriebenen Fristen beheben. Wiederholte oder schwerwiegende Fehler können an die SFMA weitergeleitet werden und sich auf die Lizenz auswirken.
Änderungen
Wesentliche Änderungen müssen entsprechend den gesetzlichen Anforderungen mitgeteilt oder genehmigt werden. Dazu können Änderungen in den Eigentumsverhältnissen, der Geschäftsführung, der Organisation, der Zugehörigkeit zu einer Aufsichtsorganisation oder dem Tätigkeitsbereich gehören. Unternehmen sollten ihre Lizenzierungsgrundlage auf dem neuesten Stand halten und Änderungen kommunizieren, bevor sie aufsichtsrechtliche Bedenken aufkommen lassen. Eine geplante Fusion, ein Verkauf, ein Kontrollwechsel, eine Übertragung von Mandaten oder eine Beendigung der Tätigkeit sollten aus regulatorischer Sicht beurteilt werden, bevor Kunden betroffen sind.
Autorisierungsroute
Der Lizenzierungsweg für Portfoliomanager und Treuhänder basiert auf einem vollständigen Antragsdossier und der Zugehörigkeit zu einer Aufsichtsorganisation. Bewerber müssen nachweisen, dass das Geschäftsmodell, der Kundenstamm, die Mandatsarten, die interne Organisation und die finanziellen Ressourcen mit den Pflichten aus dem Finanzinstitutsgesetz und der Finanzinstitutsverordnung vereinbar sind.
Die öffentlichen Register unterscheiden autorisierte Portfoliomanager von autorisierten Treuhändern. Sie identifizieren auch inländische Gruppengesellschaften, die direkt von der Behörde nach FINIG bewilligt und beaufsichtigt werden. Diese Listen helfen Kunden, Gegenparteien und Aufsichtsorganisationen, den Status zu überprüfen.
Überwachung der Aufsichtsorganisation
Sobald ein Portfoliomanager oder Treuhänder zugelassen ist, erfolgt eine laufende Überwachung durch eine Aufsichtsorganisation. Die Kanzlei bleibt für die Einhaltung der Gesetze, die Aufrechterhaltung der Zugehörigkeit, die Übermittlung von Informationen und die Behebung von Feststellungen verantwortlich. Die Aufsichtsorganisation überprüft das Unternehmen und eskaliert bei Bedarf schwerwiegende Angelegenheiten.
Benachrichtigungen und Änderungen
Änderungen können verantwortliche Personen, Eigentümer, Organisation, die Aufsichtsorganisation, Geschäftstätigkeit, Auslagerung oder die Entscheidung, regulierte Arbeiten einzustellen, betreffen. Eine Änderung sollte vor der Durchführung bewertet werden, da einige Änderungen einer Genehmigung und andere einer Benachrichtigung bedürfen. Die Lizenzierungsbasis sollte immer mit der Art und Weise übereinstimmen, wie das Unternehmen tatsächlich arbeitet.