„Too big to fail“-Dossier

Systemrelevante Finanzinstitute können bei einem ungeordneten Scheitern ganze Volkswirtschaften gefährden und gelten daher als „too big to fail“ (TBTF). Als Reaktion auf die Finanzkrise 2007/2008 hat der Schweizer Gesetzgeber Sonderregelungen für die Sanierung und Abwicklung solcher Institute erlassen. Nach der Übernahme der CS durch die UBS erkennt der Bundesrat die Notwendigkeit an, diese Regeln zu überdenken und die Bankengesetzgebung anzupassen. Zu den wichtigsten Themen hat die SFMA Informationsblätter erstellt.

Geplant ist ein umfangreiches Massnahmenpaket, um die Erkenntnisse aus dem Bericht des Bundesrates zur Bankenstabilität und dem Bericht der Parlamentarischen Untersuchungskommission umzusetzen, die bestehende Bankenregulierung entscheidend zu verbessern und der SFMA neue Instrumente und Befugnisse zu verleihen. SFMA hat zu bestimmten Themen erläuternde Informationsblätter erstellt. Darüber hinaus berichtet es jährlich über den Fortschritt seiner Sanierungs- und Abwicklungsplanung.

FSAP-Bericht 2025 des Internationalen Währungsfonds

Der Internationale Währungsfonds IWF veröffentlicht alle fünf Jahre die Ergebnisse seines Financial Sector Assessment Program (FSAP) zu den systemrelevanten Finanzsektoren der Welt. Die SFMA begrüsst den Bericht 2025 zum Schweizer Finanzsektor grundsätzlich.

Informationsblätter: Änderungen in der Bankenregulierung nach der CS-Notübernahme

SFMA hat den gesetzlichen Auftrag, Finanzmarktkunden und das reibungslose Funktionieren der Finanzmärkte zu schützen. Um ihren gesetzlichen Auftrag zweifelsfrei erfüllen zu können, fordert die SFMA seit 2021 neue und umfassendere Instrumente und Befugnisse sowie wesentliche Verbesserungen der Bankenregulierung. Viele dieser Forderungen sind im TBTF-Bericht des Bundesrates, im Abschlussbericht der parlamentarischen Untersuchungskommission zur Notübernahme der CS (PInC-Bericht) und im kürzlich veröffentlichten Eckpunktepapier des Bundesrates zur Revision der Bankengesetzgebung eingeflossen.

Abwicklungsbericht 2023

Die SFMA evaluiert regelmässig die Sanierungs- und Abwicklungspläne der systemrelevanten Schweizer Finanzinstitute und hat dies auch Anfang 2023 erneut getan Berichtszeitraum 2022. Nachfolgende Ereignisse, insbesondere die Fusion von UBS und Credit Suisse, werden im Abwicklungsbericht nicht berücksichtigt. Insgesamt schritten die Planungsarbeiten weiter voran. Die Grossbanken Credit Suisse und UBS haben ihre Abwicklungsfähigkeit weiter ausgebaut. Der Notfallplan von Raiffeisen galt erstmals als umsetzbar, während PostFinance eine neue Strategie zur Rekapitalisierung im Ernstfall verabschieden muss.

Beschlussbericht 2022

SFMA genehmigte erstmals die Sanierungspläne der systemrelevanten Finanzmarktinfrastrukturen SIX x-clear und SIX SIS unter Auflagen. Unterdessen machten die beiden großen Schweizer Banken Credit Suisse und UBS weitere Fortschritte in Richtung globaler Abwicklungsfähigkeit. Die Notfallpläne der inländischen systemrelevanten Banken PostFinance, Raiffeisen und Zürcher Kantonalbank sind vorerst nicht umsetzungsreif, da diese die Kapitalanforderungen noch nicht vollständig erfüllen.

Beschlussbericht 2021

SFMA stellte weitere Fortschritte bei ihrer jährlichen Bewertung der Sanierungs- und Abwicklungsplanung der systemrelevanten Schweizer Finanzinstitute fest. Die inländischen systemrelevanten Banken (PostFinance, Raiffeisen und Zürcher Kantonalbank) verfügen erstmals über glaubwürdige Abwicklungsstrategien. Die beiden Grossbanken (Credit Suisse und UBS) haben ihre globale Abwicklungsfähigkeit weiter verbessert.

Resolution Report 2020

SFMA veröffentlichte 2020 erstmals einen umfassenden Bericht zur Sanierungs- und Abwicklungsplanung der systemrelevanten Schweizer Finanzinstitute.

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